Mädchenschachfahrt nach Torgelow

Tag 0: Anreise

Wenn einer eine Reise tut… Mal wieder eine Anfahrt, bei der die Deutsche Bahn bewies, dass sie keinen Sturm braucht um für Chaos zu sorgen. Überraschend hohes Passagieraufkommen am Freitagnachmittag gepaart mit Oberleitungsschaden und einem Zugausfall –> der halbe Nordosten der Republik versank in einer Mischung aus durcheinander geratenem Fahrplan und Desinformation. Der Oberleitungsschaden war übrigens Stunden zuvor passiert. Auf jeden Fall waren wir lange und umständlich unterwegs, nachdem wir am Hauptbahnhof erfuhren, dass der Zug nicht nur Verspätung hat, sondern ganz ausfällt und erst Bernau eingesetzt wird. Also ging es von Hauptbahnhof über Friedrichstraße mit der S-Bahn nach Bernau. Von dort mit dem IC nach Pasewalk, wo wir den Anschlusszug nicht bekamen, aber gottseidank von den Torgelowern Robert Zentgraf und Matthias Schmekel abgeholt werden konnten (danke dafür). So waren wir „nur“ eine halbe Stunde später in der Torgelower Jugendherberge. Nach Abendbrot und Betten beziehen gab die übliche Abendunterhaltung: Werwolf und DvD. Die großen Mädels hatten inzwischen Doppelkopf gelernt und so ging es bei Re(h), Bock, Blatt, Eichel und Bär ins Grüne.

Tag 1: Turnier

90 Spieler waren in Torgelow am Start – ein neuer Rekord. Die Mehrheit reiste aus Polen an, aber auch ein paar Brandenburger waren neben uns vor Ort. Aus dem Berliner Raum waren wir die einzigen. Gespielt wurde in drei Turnieren: u8/u10, u12/u14, u16/u20

In der AK u10 spielte sich Veronika nach vorne, verlor nur eine Partie bei einem Remis. Am Ende wurde sie Gesamt-3., in der u8 bestes Mädchen. In der u8 landete nur der Pole Dominik Mróz vor ihr. Außerdem waren in der u10 noch Wilma und Bonnie unterwegs. Beide sind nicht so turniererfahren wie Veronika und hatten es deutlich schwerer. Wilma holt dennoch erfreulich viele Punkte (2,5/6 + 1 spielfrei), bei Bonnie reicht es für 1/6 + 1 spielfrei.

In der u14 waren wir mit Tami und Lea vertreten. Beide sind weniger schnellschachaffin („Da hat man ja kaum Bedenkzeit.“) und landen mit 3 bzw 2,5 Punkten unter ihren Setzlistenplätzen, worüber hier aber niemand böse sein kann. An diesem Wochenende stand der Spaß (und das Doppelkopftraining ;-)) im Vordergrund.

Die Großen waren mit 13 Teilnehmern eher übersichtlich besetzt. Während sich Swenja um einen Platz verbessern kann, spielt Paula ihr Turnier eher unglücklich, sodass Swenja am Ende den (rosa) Pokal für das beste u20-Mädchen nach Hause nimmt.

Nach dem Abendessen schauten wir noch im nahegelegen Lidl vorbei und gingen zu Werwolf über. Dazu gab es selbstgebackene Keks von meinen Großeltern, die während des Turniers vorbeigeschaut hatten. Im Anschluss wurde weiter an den Doppelkopffähigkeiten gefeilt, während die kleinen Mädels die Jugendherberge mit Walkie Talkies unsicher machten. Na wir waren ja gottseidank die einzigen vor Ort. Wann die kleinen Mädels im Bett waren, erfahren die Eltern hoffentlich nicht.

Tag 2: Rückfahrt

Nach einem gaaaaanz entspannten Frühstück ging es zum Torgelower Bahnhof und über Pasewalk dank (angekündigter) Baumaßnahmen über Eberswalde, Bernau und Pankow nach Ostkreuz.

Trotz mühseliger An- und Abreise war es eine schöne Fahrt. Wir hätten ein paar Mädels mehr sein können, aber vielleicht kommt das ja im nächsten Jahr, wenns dann mit dem Datum wieder passt.

Hier der Link zur Turnierhomepage mit Tabellen, Listen und Fotos.


Nach 3 Jahren Abwesenheit ist es wieder soweit. Am letzten Wochenende der Herbstferien fahren wir nach Torgelow. Dort spielen wir am Samstag das Torgelower Nachwuchsopen mit. Die Abende verbringen wir mit Werwolf, DVDs oder anderen Dingen – vielleicht auch Schach. Es sind nur Mädchen zugelassen, diese müssen aber nicht im BSV gemeldet sein; Spielerinnen aus Schach-AGs können also auch mitfahren.

Einladung Torgelow

Bisherige Teilnehmer.

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