Wie geht es weiter nach den Sommerferien?

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Seit Monaten steht alles still und nun kommt alles gleichzeitig. Am gestrigen Mittwoch fand die entscheidende (Online-)Sitzung der NDSJ statt, auf der die Planungen zur NDVM festgezurrt wurden. Im Vorfeld wurde ja bei den Vereinen abgefragt, wie es mit den NDVM-Planungen seitens der Vereine steht. Auf dieser Grundlage (mehrheitlich Zustimmung zur Durchführung einer NDVM, allerdings situationsangepasst) hat sich Berlin dann bei den Diskussionen verhalten und war damit immer auf der Seite der Mehrheit. Das Ausspielen in Regionalgruppen wurde nicht weiter beachtet (außer u14w, s.u.). Damit konnte der JA heute auf seiner (Online-)Sitzung über das weitere Vorgehen nach den Sommerferien entscheiden (übrigens verzichten wir wie das Präsidium auf Sitzungsgeld, es gibt aber auch kein Protokoll).

Zunächst:

Das Grundproblem besteht darin, dass zu den regulär durchzuführenden Terminen die nachzuholenden Termine (BJMM, DEM, JBL) hinzukommen. Eine ideale Lösung gibt es da nicht und irgendwer wird zwangsläufig benachteiligt. Dies ist der Situation geschuldet, vom JA nicht gewollt, aber auch nicht zu vermeiden. Wir werden hier wohl häufiger mal einen sauren Apfel essen müssen.

Auch ist allgemein eine Planung schwierig. Niemand weiß, was passieren wird und welche Zustände wir im August und November haben werden. So kann es z.B. passieren, dass die 1. VR ganz anders als die 2. VR ausgetragen wird, weil sich die Situation entsprechend geändert hat. Zwar ist Corona aus den Berliner Schulen ab August per Beschluss der Senatorin von letzter Woche verbannt, ob das dann auch so stattfinden wird, ist eine andere Frage. Daher wird es passieren können, dass Ankündigungen/Pläne/Zusagen vom August im September schon wieder geändert werden. Es wird dann nichts bringen den JA an seine Ankündigungen von vor 4 Wochen zu erinnern und Stellungnahmen zu entsprechenden (kurzfristigen) Änderungen einzufordern. Auch wir sind nur den Beschlüssen der Senatsverwaltung unterworfen, die wiederum Infektionszahlen im Blick haben muss.

Hier ist der neue Terminplan der Schachjugend in Berlin 2020.

Dazu folgendes:

Das Abrafaxe-Turnier und die Schnellschachmeisterschaft am Müggelsee sind für 2020 ersatzlos gestrichen.

Das Berliner Einschulungswochenende wird traditionell freigehalten.

Bis zum Beginn des ersten Turniers (BJMM) haben die Vereine 2 Wochen Zeit ihre Spieler zu aktivieren. Dies kann auch schon per Mail in den Ferien geschehen. Die Meldefrist für die BJMM wird wohl ungefähr eine Woche nach Schulbeginn sein.

Ein starker, älterer Spieler hat in den ersten vier Wochen gut zu tun: BJMM u16, JBL, NDVM. Da es Schuljahresbeginn ist, noch nicht viele Klassenarbeiten anstehen und die letzten Wettkämpfe im März stattfanden, gehen wir davon aus, dass die wenigen Großen, die es trifft, das auch verkraften können.

BJMM u10 und DLM (in Berlin) liegen auf demselben Termin, da es wohl nur max. 1 bis 2 Spieler überhaupt treffen wird, die hier in Konflikt kommen. Bei der Aufstellung der DLM-Mannschaft wird das berücksichtigt werden können.

Der zweite Teil der 1. VR liegt auf dem ersten Wochenende der Herbstferien. Der Tenor der JWT dazu war: „unschön und sollte prinzipiell nicht stattfinden, aber wenn es sich nicht vermeiden lässt, muss es halt sein“. Ich denke, das ist für die meisten noch ein verkraftbares Übel. Das Wochenende 19./20. September sollte den NDVM-Spielern als Pause gegönnt werden.

Die DEM findet in der zweiten Herbstferienwoche (u14 bis u18) bzw. der ersten Woche nach den Herbstferien (u10 bis u12) statt. Leider wissen wir derzeit nichts genaueres: Anreise (Sonntag oder Montag?), Zahl der Betreuer usw. Dies wird wohl auch erst kurzfristig und mit Blick auf die Infektionszahlen von der DSJ entschieden. Ich bitte die jungen DEM-Qualifizierten rechtzeitig in der Schule wegen einer Freistellung anzufragen. Entsprechende Bescheinigungen gibt es von Bettina Bensch aus der Geschäftsstelle.

Während das Ziel ist, möglichst alle „wichtigen“ Turniere (solche mit Quali zu höheren Turnieren) durchzuführen, können „weniger wichtige“ Veranstaltungen leichter abgesagt werden, wenn es die Situation erfordert: dazu gehören die Blitzmeisterschaft und das Kadertraining, das auch online stattfinden kann.

Die Schulen sind verpflichtet trotz geplanten Regelbetriebes eine Alternative in der Schublade zu haben. Dies werden wir ebenfalls machen.

Fall 1: Das Turnier kann ohne Einschränkungen stattfinden.

Fall 2: Das Turnier kann nur mit Einschränkungen stattfinden.

Fall 3: Das Turnier kann gar nicht stattfinden.

Entscheidungen dazu können auch kurzfristig fallen und sind von den Infektionszahlen und der Verfügbarkeit der Spiellokale abhängig. Wie können diese Einschränkungen (Fall 2) u.a. aussehen:

  • Opens werden gestrichen.
  • Nur Mitglieder des BSV sind spielberechtigt.
  • Es gibt Einschränkungen bei der Zahl der betreuenden Personen.
  • Es gibt eine Anwesenheitsliste vor Ort (Name, Adresse, Handynummer, wird nach 4 Wochen vernichtet).
  • Bei der BJMM werden nur Erstmannschaften zugelassen.
  • Bei den Vorrunden wird nur eine maximale Spielerzahl pro Verein zugelassen.
  • Die Bedenkzeit wird verkürzt.
  • Es wird ohne Inkrement gespielt.
  • Die Rundenzahl wird herabgesetzt.
  • Es wird ein ganz anderer Modus als CH-System gespielt, z.B. beschleunigt, KO-System mit Gruppenphase (für BJMM).
  • Es wird mit MNS gespielt.
  • Es wird an zwei Brettern gespielt.

Ob und welche Maßnahmen genutzt werden, wird für jedes Turnier separat und. evtl. kurzfristig entschieden. Der BSV wird demnächst sein Corona-Konzept veröffentlichen (das Präsidium ist dran). Das gilt dann natürlich auch für die Jugend. Ich kann den Vereinen wärmsten die Online-Vereinsvideokonferenzen am 27.06. empfehlen, an denen auch ich für die Jugend teilnehmen werde.

Zur NDVM:

Das Problem: Die BJMM ist für August geplant, Meldeschluss zur NDVM ist am 01. Juli. Daher wird wie folgt vorgegangen: Bis zum 30. Juni, 12 Uhr, melden alle Vereine, die an einer NDVM teilnehmen wollen, ihre Mannschaft an mich. Die Meldung umfasst die geplante Aufstellung (Name und DWZ) und den Betreuer. Der JA entscheidet dann auf seiner Sitzung am 30.06., welche Vereine an die NDSJ gemeldet werden. Die Berliner Problematik ist der NDSJ bewusst: Die anderen Landesverbände haben pro AK meistens 0 bis 2 Mannschaften, sodass es keine Streitereien um Plätze gibt, bzw. konnten ihre Landesmeisterschaft noch durchführen. Berlin hat aber häufig mehr als 2 starke Vereine, v.a. in den jüngeren AK. Uns wurde bereits signalisiert, dass Freiplatzanträge wohlwollend, aber im Rahmen der Möglichkeiten behandelt werden. Da Berlin sich die letzten Jahre nie darüber beschweren konnte, dass irgendeine starke Mannschaft nicht zur NDVM fahren durfte, gehen wir derzeit davon aus, dass diese – hoffentlich einmalige – Vergabe der Qualiplätze am Grünen Tisch keinem Verein zum Nachteil gereicht.

Ausschreibung Magdeburg NDVM u12 und u14
Ich weise darauf hin, dass lediglich max. 6 Personen nach Magdeburg fahren dürfen.

Ausschreibung Greifswald NVM u16
Die Kosten liegen bei 159,- € pro Person + 200,- € pro Team. Das ist sehr teuer, die Begründung dafür war aber nachvollziehbar und ist den Corona-Maßnahmen geschuldet. Wer die u16 gerne ausrichten möchte und es preiswerter hinbekommt, wird von der NDSJ mit offenen Armen empfangen.

Die NDVM u14w findet nun doch nicht wie geplant in Wolfsburg statt, da es aus den Ländern wenig Interesse an einer Teilnahme gab (0 – 1 pro Landesverband). Die NDSJ ist so verblieben, dass die 4 Plätze in Regionalgruppen ausgespielt werden. Berlin bildet mit MVP, BRB und S-A eine Regionalgruppe, die um 2 Plätze spielt. Termin ist der 11. bis 13. September, Spielort ist Berlin.

Auch für die NDVMs gelten die oben aufgezählten und evtl. weitere mögliche Einschränkungen.

Spielorte:

Für „normale“ Jahre gab es eigentlich in der jüngeren Vergangenheit eine zufriedenstellende Spielortsituation (wofür ich übrigens den entsprechenden Vereinen immer sehr dankbar bin). Zuverlässige Spielorte waren die Vereinsräume vom SC Kreuzberg, TSG Oberschöneweide und die 31 GS Pankow für mittelgroße Turniere sowie die FU und das Andreas-Gymnasium für größere Turniere. Erfahrungsgemäß sind beide Vorrunden und die BJMM große Turniere. Leider ist aber ein Spielen in der FU derzeit unwahrscheinlich bis kritisch, das Andreas-Gymnasium möglich, aber mit Unsicherheiten verbunden. Auch sollte letzteres nicht 3 Monate lang jedes Wochenende für Schach genutzt werden.

Ich bitte also die Vereine zu prüfen, ob sie an den BJMM-Wochenenden Platz für 4 Mannschaften (=20 Personen) in ihren Spiellokalen haben. Die Durchführung einer BJMM unter Mindestvoraussetzung wäre damit gesichert. Alles weitere hängt von der prinzipiellen Verfügbarkeit größerer Spielorte und den Infektionszahlen ab.

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