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Deutsche Ländermeisterschaft 2020

Tag 5:

4:4 gegen Bayern. Das ist vom Ergebnis her eigentlich in Ordnung, doch dachten beide Mannschaften wohl nicht daran, dass das in der letzten Runde an Tisch 5 zustande kommt. Für Berlin ist das Ergebnis sogar glücklicher, waren die Süddeutschen doch an 2 gesetzt und die Gegner an allen Brettern Favorit. Und wer sich mal Henriks Partie anschaut, kann erahnen, was da los war. Ausgerechnet Henrik schafft es in Zeitnot sein von den meisten ziemlich verloren geglaubtes Endspiel zu gewinnen. So holt er das Mannschaftsremis. Nur Nikolai kann noch gewinnen, Remisen kommen von Magnus, Max, Coco und Vroni.

Wir beenden die DLM 2020 – die erste Heim-DLM – auf Platz 10 von 16, gesetzt waren wir an 6. Nicht alle TOP-Spieler konnten antreten, doch auch so hätten wir etwas mehr rausholen können. Doch zu einem guten Turnier gehört auch etwas Glück. Und während letztes Jahr eine starke Mannschaft mit viel Glück gepaart wurde, war für uns dieses Jahr an beiden Dingen weniger vorhanden. Doch man kann ja nicht jedes Jahr Meister werden, die anderen wollen schließlich auch mal. Dieses Jahr konnte NRW gewinnen, gegen die wir immerhin „nur“ 3,5 verloren. Immerhin etwas.
Ich hoffe, dass Moritz nach seinem Einstand als Trainer nicht ganz so geknickt ist, ich denke, er wird das verkraften. Weitere Berliner waren übrigens auch noch vor Ort: Paula Wiesner half bei der Übertragung der Livepartien, Georg Henke und Ashley Roberts waren als Schiedsrichter dabei.

Tag 4:

Es ging gegen unseren Nachbarn – und da wir nur einen haben, ist relativ einfach rauszufinden, wer das ist. Dabei musste Max gegen seinen ehemaligen Landesverband ran. Wir waren Favorit, doch auch diesmal lief nicht alles so, wie es hätte laufen sollen. Mit 4,5 können wir gerade so unserer Favoritenrolle gerecht werden, was v.a. an unseren letzten 4 Brettern liegt, die 3,5/4 holen – und an Max, der als Brandenburger den vollen Punkt gegen Brandenburg holt. Morgen wartet Bayern. Die sind ihrem Turnier ebenfalls unzufrieden, sind sie doch an 2 gesetzt, liegen aber derzeit im Mittelfeld. Wir hoffen auf den Endspurt, nochmal anstrengen in der letzten Runde.

 

Tag 3:

Am 3. Tag stand wieder eine Doppelrunde an. Leider ging es gleich mit einer erneuten Klatsche los: 1,5:6,5 gegen Hessen. Drei Remisen steuerten Magnus, Max und Gustaf bei. Das Unternehmen Titelverteidigung ist wohl endgültig gescheitert. In der Nachmittagsrunde hieß der Gegner dann „EnnErrWeh“. Der war etwas besser als wir, gewann aber „nur“ 4,5:3,5. Wenigstens haben wir uns diesmal teuer verkauft.

 

Tag 2:

Nach dem schönen Start gestern, gab es heute ordentlich einen drauf. Rheinland-Pfalz hieß der Gegner und der war zumindest heute eine Nummer zu stark für uns, wenn nicht sogar ein paar Nummern mehr. An fast allen Brettern waren die Spieler gleichstark oder stärker als unsere und viel gegen halten konnten wir nicht. Lichtblicke waren Veronikas Sieg und Nikolais Remis. Eine Niederlage gegen Rheinland-Pfalz war vertretbar, in dieser Höhe (1,5:6,5) aber etwas übertrieben. Es kann morgen gegen Hessen nur besser werden…

 

Tag 1:

Das erste analoge Offline-Schachturnier der Deutschen Schachjugend nach Corona findet in Berlin statt. In der Jugendherberge am Ostkreuz findet seit heute und noch bis Sonntag die Deutsche Ländermeisterschaft statt. Alle Landesverbände außer Hamburg haben eine Mannschaft am Start, sodass wir ein gerade 16er-Feld haben. Grübel, grübel, 16 – 1 = 16? Irgendwie treten Baden und Württemberg traditionell getrennt auf, naja, eigentlich müsste ja zusammenwachsen, was zusammen gehört… Auf jeden Fall sind wir als Titelverteidiger an 6 gesetzt. Da fehlen wohl ein paar stärkere Spieler, die die letzten Jahre noch dabei waren. Manche sind rausgewachsen, andere außer Landes. Das sah also erstmal schlecht aus mit Titelverteidigung. Doch dann kam Runde 1 und die Favoriten fielen reihenweise um: mit Bayern und NRW erwischte es sogar zwei Mannschaften vor uns. Wir selbst spielten gegen Bremen. Während unsere Spieler vorne ganz schön gegen arg starke Gegner zu knuspern hatten (Henrik, Magnus), konnten die anderen mehr oder weniger sichere halbe oder ganze Punkte einsammeln. 5,5 zu 2,5 geht gegen Bremen wohl in Ordnung. Coco remis gegen die gleichstarke Emilia Bildat, unsere beiden genannten Spitzenbretter verlieren gegen Jari Reuker und Collin Colbow, alle anderen holen den ganzen Punkt.

In Runde zwei hieß der Gegner Mecklenburg-Vorpommern. Da musste ich auch zweimal hinschauen. Was war da denn passiert? MVP in Runde 2 erwartete ich eher nicht. Waren sie doch mit Platz 15 noch weiter hinten gesetzt als Bremen?! Allerdings hatten sie in der ersten Runde gegen die corona-quarantäne-bedingt ersatzgeschwächten Thüringer gewonnen. Doch das war keine Ausrede. Irgendwie lief es für die armen Thüringer in Runde 1 gar nicht; MVP war an allen Brettern nominell schwächer, gewann aber 5,5:2,5. Da muss der hohe Norden viel richtig gemacht haben. Nun, so bekamen sie dann uns in Runde 2 und der Höhenflug war vorüber. Lediglich Henrik, Max und Gustaf gaben ein Remis ab und es endete 6,5:1,5. Ein schöner erster Tag für die Truppe um Trainer Moritz Greßmann. Morgen steht nur eine Runde an. Der Gegner heißt Rheinland-Pfalz. Sie sind zwar „nur“ an 11 gesetzt, haben aber schon die an 3 bzw. 5 gesetzten NRWler und Sachsen geschlagen. Da heißt es vorsehen.