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Rückblick DVM 2025

Das Jahr geht zu Ende und das letzte große jugendschachliche Event sind traditionellerweise die Deutschen Vereinsmeisterschaften. Auch dieses Jahr sind wieder viele Berliner Mannschaften vertreten gewesen: insgesamt fünfzehn aus sieben verschiedenen Vereinen. Auch auf den Vereinsseiten wird berichtet:

Diese große Beteiligung wäre ohne viele fleißige Funktionäre, Trainer und Betreuer nicht möglich gewesen und stellt somit auch ein Lob an diese tapferen Helfer im Hintergrund da – Danke!

In fast allen Altersklassen kämpfte mindestens ein Verein aus Berlin um die diesjährige Meisterschaft. Dass wir vor allem in den jüngeren Altersklassen starke Spieler aufzuweisen haben, konnten wir dieses Jahr wieder zeigen, aber auch bei den etwas älteren AKs konnten große Erfolge verbucht werden.

Allgemein war dies ein sehr erfolgreiches Jahr und wir dürfen somit aus Berlin drei Deutsche Vereinsmeister beglückwünschen, ebenso einen Vizemeister und zwei Bronzemedaillengewinner (s. BSV Artikel).
Doch um die Leistungen aller Mannschaften zu würdigen, folgt hier ein Überblick über alle Altersklassen mit Berliner Beteiligung.

U10

Die u10 ist die Meisterschaft mit dem größten Teilnehmerfeld (40) und für Berlin erkämpften sich drei Mannschaften das Recht zur Teilnahme. TSG Oberschöneweide und der SC Kreuzberg waren sogar in den Top5 gesetzt. Aber auch der SC Zitadelle Spandau zeigte schnell, dass er Freude daran hat, den vermeintlich stärkeren Mannschaften Punkte abzuknöpfen. In der letzten Runde spielten sie sogar an zwei gegen die Jungs aus Kreuzberg.

Der SC Kreuzberg, die TSG Oberschöneweide und der Hamburger SK standen vor der letzten Runde mit 10 Mannschaftspunkten an der Spitze der Tabelle, folglich kämpften sie um den Turniersieg an den beiden vordersten Brettern. Sowohl Kreuzberg als auch TSG konnten ihre Kontrahenten bezwingen und machten so den Berliner Doppelsieg perfekt. Aber auch Zitadelle fand sich noch in der Top10 der Endtabelle wieder – 20 Plätze vor ihrem Setzlistenplatz. Aber wer gewann denn nun?

Die Dramatik ist schön im Bericht des Turniersiegers wiedergegeben. Herzlichen Glückwunsch an Arian, Elian, Alexander, Oleksandr und Ulrich! Aber auch an den Vizemeister: den SC Kreuzberg!

Deutscher Vereinsmeister u10:
TSG Oberschöneweide
(vorne vlnr.: Oleksandr, Ulrich, Arian, Elian, Alexander)
Deutscher Vizevereinsmeister u10:
SC Kreuzberg
(vlnr.: Lukas, Aaron, Tino, Tymofii, Jonas)

U12

Auch in der u12 waren drei Berliner Mannschaften vertreten: TSG Oberschöneweide, SV Empor Berlin und der SC Weisse Dame. Die Parallelen zur u10 gehen weiter, denn auch hier sind zwei von ihnen in der Top5 (hier sogar Top3) gesetzt und der dritte im Bunde war zwar in der zweiten Hälfte gesetzt, konnte aber sogleich zeigen, dass das nichts bedeuten muss und luchste direkt in der ersten Runde einem der Turnierfavoriten ein Unentschieden ab.

Empor musste die erste Niederlage gegen die SF Brackel einstecken. Diese kristallisierten sich im Folgenden als Berlinschreck raus, denn auch die TSG musste sich ihnen in der nächsten Runde geschlagen geben. „Mundabwischen, weiter machen!“, heißt es doch so schön. Das gelang dann auch recht gut, sodass in der sechsten Runde alle drei Berliner Mannschaften an den vorderen vier Tischen zu finden waren. Leider konnte nur die TSG etwas Zählbares aus dieser Runde mitnehmen – ein Unentschieden gegen die Landesnachbarn, die Barnimer SF, die, die letzte Runde mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung starteten.

Die TSG war dicht auf den Fersen, musste sich aber dem anderen Verfolger, dem TV Tegernsee, stellen. Diesem unterlagen sie ganz knapp und endeten auf dem 5. Tabellenplatz. Empor und Weisse Dame konnten jeweils die letzte Runde für sich entscheiden und schafften es so auch noch in die Top10, auf die Plätze 7 und 8.

U12w

Ebenfalls drei Mannschaften vertraten Berlin in der u12w: TSG Oberschöneweide, SC Borussia Lichtenberg und SC Weisse Dame. Diese waren alle eher mittig gesetzt und hatten wohl als Ziel diesen Setzlistenplatz zu verbessern. Im Verlaufe des Turniers waren alle in der ein oder anderen Runde an den vorderen drei Tischen zu finden. Vor der letzten Runde hatten Weisse Dame und Borussia sogar noch die Chance auf eine Podiumsplatzierung.

Das Unentschieden in der letzten Runde brachte Borussia immerhin auf den 5. Platz. Weisse Dame konnte, trotz der Niederlage in der letzten Runde, ebenfalls seinen Setzlistenplatz verbessern und sich den Platz in der Top10 sichern. Besonders bemerkenswert ist die Leistung von Michelle, die an Brett 4 nur ein Remis abgab und sonst all ihre Partien gewann. TSG konnte leider nicht an ihre starke Leistung aus dem letzten Jahr anknüpfen und wurde diesmal 14.

U14

In der u14 wurde Berlin nur von einer Mannschaft vertreten, die hatte es jedoch in sich. Ennio, Onno, Anker und Mika legten einen Start-Ziel-Sieg hin. Sie waren an 1 gesetzt und dominierten das Teilnehmerfeld, indem sie alle Runden gewannen. Schon vor der letzten Runde hatten sie drei Mannschaftspunkte Abstand auf ihre Verfolger und den Meistertitel sicher. Ebenfalls bemerkenswert von den 28 gespielten Partien, waren nur drei Niederlagen dabei. Herzlichen Glückwunsch an SV Empor Berlin!

Deutscher Vereinsmeister u14: SV Empor Berlin
(vlnr.: Mika, Ennio, Anker, Onno)

U16

In der u16 waren wieder drei Berliner Mannschaften vertreten: TSG Oberschöneweide, SC Borussia Lichtenberg und SV Königsjäger Süd-West. Zur sechsten Runde spielten sie in eben dieser Reihenfolge an den Tischen eins, zwei und drei gegen den Setzlisten ersten, zweiten und dritten. Das ließ Hoffnungen auf Podiumsplatzierungen aufkommen.

Die Gegenwehr war jedoch zu stark, weswegen nur Borussia immerhin einen Mannschaftspunkt aus diesen Begegnungen mitnahm. Zur Belohnung durften sie in der letzten Runde im Lokalderby gegen die Königsjäger ran, die wiederum die letzte Runde für sich entscheiden konnten. Ebenfalls die letzte Runde gewinnen konnte die Spieler der TSG und erreichten so Bronze – Herzlichen Glückwunsch! Sie verdrängten damit die Königsjäger auf den vierten Tabellenplatz. Die Borussen mussten sich mit dem 8. Platz zufrieden geben und konnten so ebenfalls ihren Setzlistenplatz verbessern, wenn auch nur knapp.

U16w

Ähnlich wie in der u14 war hier nur eine Mannschaft aus Berlin am Start und auch sie waren an 1 gesetzt. Die Rede ist natürlich von Helena, Anastasia, Linnea und Charlotte, die für den SV Königsjäger Süd-West antraten. Bemerkenswerterweise verzichteten sie auf eine Gastspielerin, aber bei der Stärke ihrer eigenen Spielerinnen ist das wohl verständlich und hat sich auch in der Vergangenheit schon mehrfach bewährt.

Sie gewannen souverän die ersten vier Runden, bis sich ihnen die SG Königskinder Hohentübingen in den Weg stellten. Die Verhandlungen zwischen den Jägern und dem Nachwuchs der Monarchen endeten mehr oder weniger friedlich in einer Punkteteilung. Da die Königskinder allerdings in der ersten Runde schon einen Mannschaftspunkt gegen die SF Roding abgeben mussten, führte Königsjäger weiterhin die Tabellenspitze an. Sie trafen in der letzten Runde auf eben diese.

Bis dahin hatte sich im Fernduell niemand einen Fehltritt geleistet und auch die letzte Runde konnten die Königskinder für sich entscheiden, um Königsjäger unter Druck zu setzen. Diese kämpften und konnten am Ende ebenfalls ein Unentschieden gegen SF Roding erreichen und waren so punktgleich. Da sie jedoch das ganze Turnier über ihren Thron verteidigten, hatten sie am Ende die bessere Zweitwertung und schnappten sich den Meistertitel. Herzlichen Glückwunsch!

Deutscher Vereinsmeister u16w: SV Königsjäger Süd-West
(vlnr.: Anastasia, Charlotte, Linnea, Helena)

U20w

Die u20w ist die einzige offene Altersklasse und wurde dieses Jahr vom SC Kreuzberg beschickt, die in dieser Saison auch eine Mannschaft in der Frauenbundesliga aufzuweisen haben. Auch sie verzichteten auf eine Gastspielerin und waren an eins gesetzt. Schon in der zweiten Runde wurden sie von den an drei gesetzten SF Essen-Werden auf die Probe gestellt und mussten sich mit einem umkämpften Unentschieden zufrieden geben.

In der nächsten Runde wartete mit dem Chemnitzer SC schon die nächste Herausforderung. Diese spielen ebenfalls in der Frauenbundesliga und konnten die Runde knapp für sich entscheiden. Es war nun ein schwieriger Weg zurück an die Spitze, doch mit einem starken Endspurt konnten sie sich noch den dritten und somit einen Podiumsplatz sichern. Herzlichen Glückwunsch!


Wer noch mehr Ergebnisse, Partien oder Impressionen erkunden möchte, wird sicherlich auf den jeweiligen Turnierseiten der Deutschen Schachjugend fündig: Übersicht Berlin